Klingeling, Aufwachen! – Wecker Traumzeit Pro im Test

Viele von euch erinnern sich ja vielleicht noch an das apple-eigene Desaster, als nach einer Datumsumstellung plötzlich der eingebaute Wecker versagte, und so einige Nutzer unfreiwillig zu lange schlafen ließ.

Schon allein deswegen, oder auch aus ästhetischen Gründen, entscheiden sich viele Nutzer von iPhone oder iPad für alternative Wecker-Apps, die meist auch über zusätzliche Funktionen verfügen. Mittlerweile ist der App Store von diesen Programmen überschwemmt, die Frustrationsrate im Wecker-Dschungel hoch. Wir haben uns heute deswegen die bislang sehr gut bewertete Applikation Wecker Traumzeit Pro genauer angesehen – wir sind gespannt, ob diese hält, was sie verspricht.

Wecker Traumzeit Pro (App Store-Link) kann derzeit für 2,39 Euro aus dem deutschen App Store geladen werden, und das bei einer Größe von 10,1 MB. Leider ist die App seit ihrem Erscheinen Ende September 2011 (vorerst) nur in englischer Sprache vorhanden, aber sie sollte sich auch mit geringen englischen Sprachkenntnissen bedienen lassen. iPhone-Nutzer schauen bislang in die Röhre: Wecker Traumzeit Pro ist zur Zeit nur für das iPad verfügbar.

Schon vor dem ersten Start empfiehlt es sich, die Ortungsdienste des eigenen iPads zu aktivieren. Im Hauptscreen der App sieht man dann auch sofort, warum. Neben einer großen, analogen Uhrenanzeige, die etwa 2/3 des Bildschirms einnimmt, gibt es auch noch eine Alarmfunktion, einen Sleep-Timer, einen Music Player, eine Wetterstation sowie eine Foto-Slide-Show. Um in letzterer auch eigene Alben anzeigen zu lassen, müssen die Ortungsdienste aktiviert sein. Ebenfalls notwendig sind diese, wenn man wettertechnisch für den aktuellen Aufenthaltsort auf dem Laufenden gehalten werden will.

Was die App aber zuerst und vor allem perfekt können muss, ist im richtigen Moment Alarm zu schlagen. Dieses kann nicht nur über einen auswählbaren Alarmton geschehen, sondern auch über Musik aus der eigenen iDevice-Bibliothek. Und schon gleich macht sich ein erstes Manko dieser App bemerkbar: Selbst bei eingerichtetem Musikstück wird mit einem Standard-Weckton Alarm geschlagen, wenn sich die App im Hintergrund befindet oder ganz geschlossen wird. Immerhin WIRD geweckt, andere Apps versagen hier schon kläglich.

Will man allerdings vom eigenen Lieblingssong geweckt werden, sollte die App nicht in der Multitasking-Leiste verschwinden. Das verbraucht wohl über Nacht einiges an Akku-Saft, aber dafür kann man morgens mit einem einstellbaren Fade-In des persönlichen Musikfavoriten geweckt werden. Selbstverständlich gibt es auch die berühmt-berüchtigte und immer wieder gern genutzte Snooze-Funktion.

Wer zwischendurch bestimmte Titel aus der iDevice-Musikbibliothek hören will, kann dies über einen eigenen Musikplayer samt Coverminiatur-Anzeige tun, der auch in die App integriert worden ist. Alle iPod-Funktionen wie Shuffe und Repeat sind vorhanden, auch kann eine Playlist angelegt werden.

Wer gerne mit Naturklängen wie Meeresrauschen oder einem Lagerfeuer einschläft, kann einen Timer nutzen, der verschiedene Klänge zur Verfügung stellt und bis maximal 120 Minuten eingestellt werden kann, um so sanft in den Schlaf zu sinken. 10 Sounds sind in der App vorhanden, auch Musiktracks können für den Timer verwendet werden.

Gleich morgens nach dem Aufstehen kann der frisch Geweckte dann sehen, ob man zur Arbeit die Sandalen oder besser die Gummistiefel anziehen sollte: Eine kleine Wetterstation zeigt übersichtlich die Temperaturen und Aussichten für die nächsten Tage an – leider nur mit einem Wert pro Tag. Aber für eine grobe erste Übersicht sollte auch das reichen. Die Ortsauswahl kann über die Ortungsdienste oder eine einfache Städtesuche erfolgen.

Zu guter Letzt findet der Traumzeit-Nutzer noch eine Foto-Slideshow, die wohl nur als kleines Gimmick eingebaut wurde, von einer Wecker-App hätte zumindest ich so eine Funktion nicht als nötig vorausgesetzt. Toll aber außerdem: Es lassen sich neben den vorhandenen acht Wallpaper auch eigene Fotos aus den Alben als Hintergrundbild definieren. Und mit einem Doppeltipp auf den Bildschirm wird der Bildschirm komplett hellweiß und dient somit als Taschenlampe.

Natürlich gibt es noch die eine oder andere kleine Zusatzfunktion und Einstellungsmöglichkeit, aber um alle zu erwähnen, bräuchten wir wohl Ausmaße einer ZEIT-Titelseite. Wer nicht gleich 2,39 Euro ausgeben möchte, findet auch noch eine Free-Version (App Store-Link). Zusammenfassend ist der Wecker Traumzeit Pro auf jeden Fall eine Empfehlung, nicht allein durch seine vielen Zusatzfunktionen, sondern auch aufgrund seiner Zuverlässigkeit. Geweckt wird immer, egal wie.

Weiterlesen


Turntales: Neues Puzzle-Spiel aus deutscher Entwicklung

Wir sind ja darauf bedacht, insbesondere deutsche Entwickler im App Store zu unterstützen. Wenn diese dann auch noch mit originellen Ideen aufwarten, stellen wir diese natürlich gerne vor.

Eine dieser tollen Ideen ist ein kleines, niedliches Puzzle-Spiel, welches auf den Namen Turntales (App Store-Link) hört. Nicht zu verwechseln mit dem englischen Begriff Turntables, dem Plattenspieler. Damit hat diese App nämlich nichts zu tun. Das 18 MB große Game aus der Feder des Entwicklers Torben Fuggers kann momentan für kleine 79 Cent auf iPhone oder iPod Touch geladen werden und ist erfreulicherweise auch in deutscher Sprache verfügbar.

Worum geht es nun in diesem Puzzle-Spiel? Man steuert den kleinen Forschungsroboter mit typisch deutschem Namen Otto, der in der Galaxie nach neuen Welten sucht. Leider Gottes hat der Gute ein ziemlich schlechtes Kurzzeitgedächtnis, und so muss man ihm helfen, zu seinem Raumschiff zurückzufinden.

Wer dieses Game im Bus oder Zug – oder generell unter Menschen – spielen möchte, sollte vorgewarnt werden. Denn der kleine Otto wird gesteuert, indem man das iPhone oder den iPod Touch in verschiedene Richtungen dreht, meist mindestens um 90 Grad. Das kann dann schonmal für neugierige oder verwirrte Blicke sorgen.

Insgesamt verfügt Turntales über vier verschiedene Welten, die jeweils 20 Level beinhalten, man sollte also fürs erste beschäftigt sein. Zu Beginn gestaltet sich das Unterfangen, Otto ins Raumschiff zu bugsieren, noch sehr einfach. Die einzelnen Level bestehen aus unterschiedlichen Steingebilden, durch die man Otto mittels Drehen des Gerätes lotsen muss.

Aber schon bald wird es schwieriger, denn es tun sich unschöne Löcher in den Puzzles auf, in denen Otto auf Nimmerwiedersehen verschwinden kann. Auf der anderen Seite bekommt man aber gleichzeitig auch einige Boni und Hilfen zur Verfügung gestellt, die für einen erfolgreichen Ausgang des Levels sorgen können.

Diese Items können zum Beispiel beliebig platzierbare grüne Blöcke sein, die verhindern, dass Otto in einen Abgrund fällt, oder auch eine Saugglocke, die den kleinen Roboter an den Steinblöcken festsaugt. Im späteren Verlauf erschweren dann auch Minen, Wurmlöcher und andere fiese Hindernisse Otto‘s Weg zum Raumschiff.

Wie für alle Puzzle-Games gilt auch hier: Ein actiongeladenes, hochspannendes Spiel sollte man hier nicht erwarten. Daher empfiehlt sich Turntales eher für Gamer, die auch sonst gerne mal über der Lösung eines Rätsels brüten mögen. Ich persönlich war sehr angetan von der hübschen Grafik in Retina-Auflösung, kann mir aber vorstellen, dass durch die schnell ansteigende Schwierigkeit der Level viele Spieler schnell eine Langzeitmotivation vermissen werden.

Auch die ansonsten innovative Steuerung mittels Drehen des Bildschirms wird sich bei Langzeitnutzung durch Puzzle-Freaks wohl als nicht gerade angenehm erweisen. Insgesamt überzeugt Turntales jedoch mit einer liebevollen Aufmachung, vielen Leveln und einem schnell zu erlernenden Spielprinzip, ganz nach dem Motto, „Easy to learn, difficult to master“.

Weiterlesen

Juice it: Mischung aus Match-3, Fruit Ninja & Tetris

Manche Entwickler darf man nur beglückwünschen, wenn es um ihre Spielideen geht. Die Menschen von NEXTWELL gehören zu dieser Sorte.

Nicht jedes Game-Developer-Team schafft es, Anleihen von gleich drei verschiedenen Spieletiteln in einem einzigen neuen zusammenzufassen. Mit Juice it ist diese Mischung allerdings vollzogen worden, und wir wollen euch in einem kleinen Game-Test zeigen, wie sich der Titel bei uns geschlagen hat.

Juice it (App Store-Link) ist erst seit dem 23. November im deutschen App Store verfügbar, und kann derzeit als Universal-App für iPhone, iPod Touch und iPad für kleine 79 Cent geladen werden. Dank der Größe von 18,1 MB geht das auch von unterwegs.

Mit einem kleinen Manko dieses Titels wird man leider schon zu Beginn des Spiels konfrontiert: die Hintergrundmusik. Ich habe zwar schon viele Apps angesehen und getestet, aber seit heute befindet sich Juice it bestimmt in meinen Top 3 der nervigsten Game-Melodien. Zum Glück kann man diese auch stummschalten.

Im Hauptmenü gibt es einige Auswahlmöglichkeiten, so kann man unter anderem direkt ins Spiel einsteigen, einige Mini-Games auswählen, oder auch Leaderboards anzeigen lassen. Ja, Juice it unterstützt das Apple‘sche Game Center und seine Möglichkeiten, Highscores und Erfolge zu teilen. Ein How-to-play rundet den Startscreen ab.

Schon in der Überschrift unseres Artikels stellten wir klar, dass es sich hier um eine Kombination von drei unterschiedlichen Titeln handelt. Im Spiel selbst fallen wie im altbekannten Tetris-Spiel verschiedenartige Blöcke von Fruchtkombinationen von oben herab, die – ganz im Bejeweled & Co.-Stil – mindestens zu Dreier-Kombinationen verbunden werden müssen. Auf ihrem Weg nach unten können sie gedreht oder verschoben werden. Hat man eine Dreier-Kombi erschaffen, werden sie zerschnitten und lösen sich auf. Die Früchte, Sounds und das gesamte Layout des Spiels erinnern dabei doch sehr an das schnittige Spielchen Fruit Ninja.

Damit nicht genug: In der Früchtsammlung, die sich vom unteren Bildschirmrand langsam aber sicher auftürmt, können während des Spiels auch noch durch Verschieben von zwei Früchten untereinander Dreier-Reihen gebildet werden – wieder eine Anlehnung an unsere beliebten Match3-Games. Man merkt also: Hier ist jede Menge los. Fruchtalarm quasi.

Damit es trotzdem auf Dauer nicht zu langweilig wird, gibt es einige Sonderformen von Blöcken, die hinabfallen. Zum einen vereiste Kombinationen, die sich nicht drehen lassen, oder auch Blöcke, die in Kisten versteckt sind und demnach blind angeordnet werden müssen. Wem der klassische Modus irgendwann zu öde wird, findet unter „Mini Games“ noch andere Spielmodi, so unter anderem nur mit Eis- oder Kisten-Blöcken, mit verdrehten Moves oder im extra-schnellen Fall.

Durch die Retina-Grafiken wirkt Juice it auf dem iPhone 4/4S oder dem iPod Touch der 4. Generation knackig scharf, die Früchte, das animierte Hauptmenü und das Mini-Game-Menü sind kunterbunt und machen Lust auf mehr. Auch wenn Juice it bislang nur in englischer Sprache verfügbar ist, tut dieses dem Spielspaß keinen Abbruch.

Weiterlesen


Tagesgeld Info: Wohin mit den Kröten?

Wer sich nicht nur mit Spielen beschäftigt, sondern auch für die Zukunft plant, könnte an der App Tagesgeld Info Freude finden. Wir haben die App bereits getestet.

„Tagesgeld Info – Check und Vergleich der Top Renditen bei Festgeld und Tagesgeld für Sparer“ (App Store-Link) heißt der komplette Titel der App. Tagesgeld Info kann seit einigen Monaten auf das iPhone geladen werden, ist 2.8 MB groß, wurde zuletzt vor rund vier Wochen aktualisiert und wird kostenlos angeboten.

Obwohl das Icon der App recht blass gehalten ist, sind sämtliche Inhalte und Grafiken für das Retina-Icon der neuesten beiden iPhone-Generationen optimiert. Begrüßt wird man auf dem Startbildschirm mit einer Liste an News zum Thema sparen, pro Tag gibt es hier mehrere Artikel zu lesen.

Viel interessanter ist es jedoch, mit wenigen Klicks passende Anbieter für Tagesgeld- oder Festgeldkonten zu finden. Über einen Schieberegler am oberen Bildschirmrand kann man die Laufzeit bestimmen, direkt darunter wird eine ungefähre Anlagesumme bestimmt. Eine genaue Summe kann man über die beiden Menüpunkte „Tagesgeld“ und „Festgeld“ eingeben. Nur einen Klick später bekommt man die verschiedenen Anbieter angezeigt – wer bietet den besten Zinssatz und die höchste Rendite?

Mit einem Klick auf den Anbieter, Tagesgeld oder Festgeld spielt hier keine Rolle, gelangt man zu einer Detailübersicht. Dort bekommt man eigentlich jede notwendige Information zur anbietenden Bank, zum Beispiel zum Zinsintervall, Möglichkeiten zum Zahlungsverkehr oder der Einlagensicherung.

In der Detailansicht ist auch ein Button „Kontoantrag“ vorhanden, eine direkten Antrag kann man hier aber nicht sofort erstellen – vermutlich sind die Anmeldesysteme der verschiedenen Anbieter zu unterschiedlich, damit alles in einer App verpackt werden kann. Stattdessen schickt man sich eine E-Mail mit den wichtigsten Details und einem Link zum Angebot, um sich dann über den Webbrowser mit der Bank in Verbindung zu setzen. Das ist leider nicht ganz so komfortabel wie eine direkte Eingabe.

Beim Thema E-Mail kommt man auch gleich zum nächsten interessanten Punkt der App. Über den Service-Button erreicht man eine große Auswahl an verschiedenen Anschreiben, die man sich ganz einfach per Mail zusenden kann. Die Themenauswahl ist dabei sehr vielfältig: „Auftrag zur Kontoübertragung“, „Dispositionskredit ändern“, „Schufa-Auskunft“ oder eine Vorlage für einen Freistellungsauftrag.

Eigentlich muss man nur noch seine persönlichen Daten eintragen und das Dokument an seine Bank schicken. Schade, dass man die einzelnen PDF-Dateien nicht über die AirPrint-Funktion drucken oder automatisch mit seiner Anschrift ausfüllen kann.

Insgesamt ist Tagesgeld Info solide ausgestattet und gut umgesetzt, auch wenn einige kleine Details noch verbessert werden können – etwa eine Übersicht über laufende Tagesgeldkonten und deren Konditionen oder direkte Anträge. Wer aber noch ein paar Euro in seinem Sparstrumpf hat, kann mit der Gratis-App ganz einfach nachsehen, wo er wie viel für sein Geld bekommt.

Weiterlesen

Meine Zahnbürste: So macht das Zähneputzen wieder Spaß

Gepflegte Zähne sind mittlerweile zu einem Aushängeschild geworden – eine gelbliche, verrottete Kauleiste hingegen führt beim Gegenüber nicht selten zu einem angewiderten Gesichtsausdruck.

Schon im Kindesalter ist es wichtig, regelmäßig und vor allem mit der richtigen Technik die Zähnchen zu bearbeiten. Bei dieser Tätigkeit kann die nur 13,1 MB große App Meine Zahnbürste (App Store-Link) helfen. Mit einem Preis von 79 Cent ist die deutschsprachige Applikation der Blue Box Productions auch mehr als erschwinglich.

Seit dem 15. Oktober im App Store vertreten, bekommt das kleine Programm bislang von Nutzern 4,5 von 5 möglichen Sternen. Zeit also für uns, sich dieses ungewöhnliche Helferlein fürs tägliche Zähneputzen einmal genauer anzusehen.

Gleich beim ersten Start der App wird man aufgefordert, sich ein eigenes Profil mit seinem Namen anzulegen. Dies ist wichtig, falls man das Programm mit mehreren Menschen benutzen will, beispielsweise mit dem Partner, den Kindern oder auch vielleicht WG-Mitgliedern.

Ist dieses geschehen, kommt man schon in den Putzmodus, bei dem sowohl eine obere als auch untere Zahnreihe nebst einem dreiminütigen Timer angezeigt wird. Mit einem Fingertipp auf „Start“ geht es los, und die Uhr zählt rückwärts. Das eigentlich Interessante dabei ist, dass auf dem Gebiss der jeweils zu reinigende Abschnitt angezeigt wird. So wird sichergestellt, dass man jedem Gebissbereich genügend Aufmerksamkeit widmet. Ist ein Teil abgeschlossen, ertönt ein akustisches Signal, der Bereich verfärbt sich grün, und man kann zum nächsten Abschnitt des Gebisses übergehen.

Nach den 3 Minuten Putzzeit hat man dann alle Bereiche seiner Kauleiste perfekt geschrubbt. Zum Abschluss gibt es dann noch einen hilfreichen Tipp. Weiterhin finden sich in der App auch noch zusätzliche Rubriken mit allgemeinen Zahnputz-Tipps, der richtigen Technik des Säuberns sowie verschiedene Einstellungs-Möglichkeiten.

Was insbesondere für Kinder sehr lehrreich sein kann, sind die hübsch animierten Zahnputz-Techniken, die mit bewegten Bildern dargestellt werden. Auch wird auf typische Fehler bei der Zahnsäuberung aufmerksam gemacht. Wer die lieben Kleinen mittels eines kinderfreundlichen Layouts zum Nutzen der App überzeugen möchte, findet auch noch ein pinkes und blaues Hintergrundbild. Auch kann in den Einstellungen der Putzzeit-Timer individuell angepasst werden.

Betrachtet man diese App jedoch aus der Sicht eines elektrischen Zahnbürsten-Besitzers, könnte sich dieses Programm schnell als überflüssig erweisen. Meine elektrische Zahnbürste beispielsweise hat wie viele andere ihrer Art schon selbst eingebaute Intervalle zum Wechseln in einen neuen Gebissbereich sowie eine visuelle Aufdruckwarnung. Auch fragt man sich, ob man das iPhone gerne mit ins Bad nehmen möchte, wo ja erfahrungsgemäß die Gefahr von Spritzwasser und hoher Luftfeuchtigkeit besteht.

Weiterlesen

finanzblick HD: Neue App zur Kontoverwaltung

Unangefochten auf Platz 1 befindet sich im Bereich Banking die Applikation iOutBank. Doch nun gibt es eine weitere Alternative aus dem Hause Buhl Data Service.

Vorweg sei gesagt, dass finanzblick HD (App Store-Link) nur mit online-geführten Konten funktioniert. Bevor man zum Kaufen-Button jagt, sollte man sich jedoch informieren, ob die eigene Bank unterstützt wird. Das kann man ganz einfach auf dieser Webseite machen.

Mit finanzblick HD kann man nicht nur seine Konten verwalten, sondern bekommt auch einen guten Überblick über monatliche Ausgaben für Lebensmittel, Freizeit oder Tanken. Aufgrund der vielen Kategorien und vielen Diagrammen bietet finanzblick HD eine gute Übersicht.

Ein Konto wird einfach durch die Eingabe der Bankleitzahl und Kontonummer eingetragen. Nun wählt man noch das richtige TAN-Verfahren und schon wird das Konto in der Übersicht angezeigt. Auf der rechten Seite befindet sich die Auflistung aller getätigten Umsätze. Mit einem Klick auf eine Buchung können Details aufgerufen werden, natürlich ist es auch kein Problem, Überweisungen zu tätigen oder Daueraufträge einzurichten.

Zusätzlich bietet die Applikation schöne Diagramme an, die den Umsatz, Einnahmen/Ausgaben und vieles mehr deutlich veranschaulichen. So gibt es ein Kuchendiagramm über alle kategorisierten Ausgaben, die Einnahmen werden den Ausgaben gegenüber gestellt, ein Monatsvergleich ist ebenfalls vorhanden und zudem gibt es einen Kontosaldenverlauf.

In der Übersicht der Kategorien kann man sich für jede einzelne Kategorie alle Buchungen, Einnahmen und Ausgaben im Detail ansehen. Hier kann man zudem feste monatliche Buchungen eintragen und diesen direkt eine Kategorie zuweisen. Leider kann man bisher keine eigenen Kategorien anlegen und muss mit den vorhandenen Vorlieb nehmen.

In den Einstellungen selbst kann natürlich ein Passwort gesetzt werden, so dass fremder Zugriff vermieden wird. Des Weiteren kann man hier aktivieren, dass alle Umsätze nach dem Start der App automatisch aktualisiert werden.

Insgesamt macht finanzblick HD einen guten Eindruck und bringt zu Start ein soldies Paket an Funktionen mit, doch einige Ergänzungen müssen noch gemacht werden. So ist eine genaue Eingabe der Beträge nicht möglich – auch Cent-Beträge sollten erfasst werden können. Zusätzlich würden wir uns über eine Backup-Funktion freuen, damit bei einem plötzlichen Datenverlust diese schnell und einfach wiederhergestellt werden können. Uns stört es nicht, aber einige Nutzer würde sich über eine Ansicht im Hochformat freuen.

Die Applikation finanzblick HD gibt es nur für das iPad und kann für 4,99 Euro erworben werden. Wenn weitere Updates folgen wird finanzblick HD noch besser und könnte sich auf dem Sektor weiter behaupten.

Weiterlesen


iPhone individualisieren: iTexttone & iTheme angetestet

Mit iOS 5 kann man nun endlich eigene Töne für SMS und Mails auswählen. Die bisherige Auswahl ist aber sehr begrenzt. Und wie sieht es überhaupt mit passendes Themes aus?

Es ist gar nicht so einfach, einen passenden SMS- oder Mailton zu finden. Entweder greift man auf das Standardrepertoire zurück und wundert sich später, dass die Nachricht doch auf einem anderen iPhone angekommen ist, oder man bastelt sich selbst etwas zusammen, etwa mit GarageBand für den Mac. Leichter soll es mit Apps gehen, die sich um das Thema Klingeltöne drehen. iTexttone, einen der Kandiaten, haben wir uns näher angesehen.

Der Download von iTexttone (App Store-Link) ist nur 8.3 MB groß und damit schnell erledigt. Über 100 verschiedene Sounds sind laut den Entwicklern in der 79 Cent teuren App enthalten, da sollte also für jeden Geschmack etwas dabei sein. Zudem sollen die einzelnen Sounds im Studio gemixt worden sein und eine entsprechend gute Qualität besitzen.

Gezählt haben wir sie nicht, aber genug Auswahl ist definitiv vorhanden. Alle Töne kann man sich zum Beispiel in einer langen Liste anzeigen lassen, von alten Telefonen und Sirenen bis zu Fun-Sounds wie „Du hast eine pups SMS“ ist hier alles dabei, wobei meiner Ansicht nach ein deutliches Übergewicht zu den Fun-Sounds besteht.

Alternativ kann man sich alle Töne auf verschiedenen Homescreens mit leider immer gleichen Icons anzeigen lassen. Hier vermissen wir ganz klar eine Option, Töne nach einer bestimmten Art, Länge oder Nutzerbewertungen zu sortieren. Es kann schon recht mühselig sein, bis man alle Töne durchgehört hat und dann nicht mehr genau weiß, welchen man denn nun am besten fand – auch eine Favoritenliste sucht man vergebens.

Nun stellt sich die Frage, wie man die Töne einrichtet. Leider schiebt Apple dem direkten Weg einen Riegel vor, daher muss man sein iPhone an den Computer anschließen und die zuvor in iTexttone „heruntergeladenen“ Sounds über die Dateifreigabe in die Klingelton-Mediathek verschieben und danach wieder auf das Gerät synchronisieren, wo sie dann ganz normal in den iOS-Einstellungen zur Auswahl bereitstehen.

Von Ayogo, den gleichen Entwicklern, haben wir außerdem iTheme (App Store-Link) entdeckt. Hier soll es für 79 Cent ebenfalls über 100 verschiedene Themes geben, die aus Hintergrundbild für den Home- und Lockscreen bestehen. Mit 11.6 MB kann diese App ebenfalls aus dem mobilen Datennetz geladen werden.

Nach dem ersten Start öffnet sich gleich eine Top-25-Liste, in der ich gleich auf Anhieb einige schicke Designs finden konnte. Die Homescreen-Bilder sind oft so angepasst, dass sich installierte Apps in das Theme integrieren, für den Lockscreen gibt es sogar einige Monatskalender.

Alternativ kann man sich die neuesten oder alle Themes anzeigen lassen, im Gegensatz zu iTexttone kann man hier auch Favoriten sichern und muss natürlich nicht den Umweg über iTunes gehen. Die Bilder werden auf Wunsch direkt in der Foto-Bibliothek gespeichert und können dann über die Einstellungen eingerichtet werden.

Am zuletzt im Oktober aktualisierten iTheme gefällt besonders die Kombination aus passenden Hintergründen für Lock- und Homescreen, wobei Geschmäcker ja bekanntlich immer verschieden sind. Etwas mehr Auswahl, gerade in Form von schlichteren und nicht ganz so knalligen Bildern, hätte aber sicher nicht geschadet. iTexttone leidet leider ein wenig unter den Restriktionen von Apple, ist aber auch sonst etwas unübersichtlich gestaltet und bietet in erster Linie Fun-Sounds, die wohl nicht jedermanns Sache sind.

Weiterlesen

Superman: Chillingos neuer Titel im Test

Comic-Helden gibt es ja so einige, aber Superman dürfte wohl einer der bekanntesten sein. Nun kann man den Part des Mannes mit dem großen „S“ auf der Brust selbst übernehmen.

Das Game für iPhone und iPod Touch ist nur 12 MB groß und kann seit heute für 79 Cent aus dem deutschen App Store geladen werden (App Store-Link). Leider muss dazu gesagt werden, dass die Entwickler von Chillingo sich zunächst gegen eine deutsche Sprachversion entschieden haben. Superman ist daher bis auf weiteres nur auf Englisch spielbar. Immerhin gibt es auch noch eine separate iPad-App (App Store-Link), die 50 MB groß ist und mit 2,39 Euro zu Buche schlägt.

In unserem kleinen appgefahren-App-Test wollen wir klären, wie sich der Superheld auf dem eigenen iDevice schlägt. Nach dem ersten Start auf dem iPhone wird der Nutzer gleich gefragt, ob eine 20 MB große Datei heruntergeladen werden darf, um damit HD-Grafiken freizuschalten. Hat man diese Zusatzinstallation hinter sich gebracht, gelangt man auch schon direkt ins Hauptmenü.

Selbstverständlich darf die Story hinter dem Superman-Spiel nicht fehlen. Wie man es eigentlich schon von einem solchen Spieletitel erwarten würde, muss man es als normalen Arbeitsalltag ansehen, die Welt vor bösen Schurken zu retten. In diesem Fall handelt es sich um den fiesen Lex Luthor und seine Heerscharen von Bösewichten, die es zu bekämpfen gilt, um wieder Frieden in der Stadt Metropolis herzustellen.

Natürlich bekommt der Spieler zu Beginn diese Geschichte mehr oder weniger ausschweifend in einer Art Comicstrip auf die Nase gebunden, bevor es dann mit dem ersten von insgesamt 18 zu bewältigenden Leveln losgeht. Ein Vertrauter erzählt kurz und knapp, was zu tun ist, und schon kann sich unser Superheld auf den Weg machen, um die Stadt von allem Übel zu erlösen.

Gesteuert wird Superman in diesem Jump‘N‘Run mit einer klassischen Gameboy-Belegung: Links ein Steuerkreuz zum Bewegen der Figur, rechts zwei Buttons zum Laserstrahl-Schießen und schnellen Fliegen/Laufen. Ja, Superman kann tatsächlich fliegen, und das sogar extrem schnell. In einer Retro-2D-Grafik, die meinen Freund spontan zu einem „Das sieht ja fast so aus wie auf den alten Konsolen“ hinreißen ließ, fliegt man dann an Häuserwänden hoch, teils bis ins All, bekämpft Brände, jagt fliehende Diebe und eliminiert Luthor‘s böse Helferlein.

Was hier wie knallharte Action mit jeder Menge Spass aussieht, ist leider nur halb so spannend, wie es vielleicht vermuten lässt. Die einzelnen Level sind relativ schnell durchgespielt, die Grafik ist zwar hochauflösend und kann sich einem Retro-Charme nicht entziehen, aber wirkt nicht gerade einfallsreich. Auch das Gameplay ist nach einigen gespielten Missionen nicht mehr überraschend.

Immerhin gibt es für Freunde von Highscores eine Anbindung an das Crystal-Spieler-Netzwerk – eine Game Center-Option findet man bislang leider vergeblich in diesem offiziellen Superman-Game. Auch wenn man weiß, dass das Leben eines Superhelden bisweilen langweilig sein kann – einen Beweis in Spielform hätte es dazu wohl nicht unbedingt gebraucht.

 

Weiterlesen

Snoopy’s Street Fair: Die Peanuts jetzt auf iPhone & iPad

Weiter geht es mit den neuen Spielen und benannten Namen. Die Peanuts gibt es jetzt auch für unterwegs: Snoopy’s Street Fair.

Snoopy’s Street Fair (App Store-Link) kann zunächst kostenlos aus dem App Store geladen werden und nimmt knapp 80 MB Speicherplatz auf iPhone oder iPad ein. Glücklicherweise haben sich die Entwickler für eine Universal-App entschieden.

In Snoopy’s Street Fair muss ein Straßenfest organisiert werden, welches von Snoopy, Charlie Brown und dem Rest der Peanuts geplant wird, um Geld zu verdienen. Das Viertel von Charlie Brown muss mit Verkaufsständen, Blumen, Parkbänken, Spielplätzen und vielem mehr ausgestattet werden.

Am Anfang des Spiels gibt es eine kleine Einführung, welche die grundlegenden Spielelemente aufzeigt, so dass man einen guten Überblick bekommt. Über das Buch in der rechten Ecke des Bildschirms kann man im Katalog blättern und schauen, welche Attraktionen noch gebaut werden müssen. Chuck hat nämlich den Auftrag erteilt, bestimmte Dinge zu bauen, damit wir das nächste Level erreichen.

Um überhaupt etwas bauen zu können benötigt man Coins und Dollar. Diese bekommt man einerseits vom Verkauf von Essen und Getränken, doch viel Geld macht man damit nicht. Aus diesem Grund haben die Entwickler In-App-Käufe integriert, welche Coins und Dollar erhöhen können. Die In-App-Käufe starten bei 3,99 Euro und enden bei 79,99 Euro. Je nach Ausgabe erhält man natürlich eine bestimmte Anzahl an Coins oder Dollar. Es handelt sich um optinale Käufe.

Zusätzlich zum eigentlichen Gameplay gibt es drei kleine Minispiele, in denen man zusätzliche Erfahrungspunkte sammeln kann. So muss man Snoopy zum Beispiel helfen Zitronen auszudrücken, indem man die Zitrone im Kreis bewegt. Außerdem fallen im Spiel selbst immer Gegenstände oder Sammelkarten auf die Straße, mit einem Klick werden diese aufgehoben. Zusätzlich kann man bis zu 45 originale Peanuts-Comics sammeln und ansehen. Alle helfen bei dem Straßenfest mit, doch Snoopy macht lieber etwas anderes. Mit ihm kann man auf Laubhaufen springen oder zum Beispiel die Verkaufsstände umdekorieren.

Insgesamt macht Snoopy’s Street Fair Spaß. Die Grafik ist sehr ansprechend, die erteilten Aufgaben können leider nicht immer sofort erledigt werden, da es oft an Geld mangelt. Für das Spiel braucht man definitiv eine Langzeitmotivation, denn mal eben eine Runde spielen ist hier nicht drin.

Leider ist das Spiel nur in englischer Sprache verfügbar. Wer jedoch nicht an der Story interessiert ist, kann sich auch mit nicht ganz so guten Kenntnissen durch das Spiel kämpfen. Des Weiteren ist uns aufgefallen, dass in manchen Mini-Spielen das Display einfach gedreht wird. Das ganze Spiel wird im Querformat gespielt, plötzlich ist das Bild gedreht und man landet im Portrait-Modus.

Weiterlesen


MetroLecker: Rezepte-App aus dem Großmarkt

Immer mehr Unternehmen versuchen sich mit kostenlosen Apps. Auch die Metro mischt mit und schickt eine Rezepte-App ins Rennen.

Die zuletzt am 10. September aktualisierte iPhone-Applikation MetroLecker (App Store-Link) kann kostenlos geladen werden. Dort kommt die aktuelle Version 1.1 bei momentan acht Bewertungen auf durchschnittlich fünf Sterne. Kein schlechter Wert, aber wie schneidet das Angebot wohl in unserer Testwerkstatt ab?

Der Download ist jedenfalls schnell getätigt: 10,0 MB sind schnell geladen. Doch schon auf dem Homescreen fällt auf: Das Icon der App liegt nicht in Retina-Auflösung vor. Auch in MetroLecker selbst fallen pixelige Icons auf, vor allem in der unteren Menüleiste stechen sie ins Auge.

Über eben diese Menüleiste kann man die verschiedenen Funktionen der App erreichen. Unter „Kategorie“ findet man alle Rezepte nach Frühstück, Hauptspeise oder Dessert geordnet, in „Kapitel“ sind alle Rezepte nach verschiedenen Kochmethoden sortiert. Die Menüpunkte Suche, Favoriten und Hilfe sollten sich von selbst erklären.

Die einzelnen Speisen reichen von gekochten Gambas auf Wildkräutersalat über Spaghetti mit Kräutersaitlingen bis hin zu Tiramisu oder Kaiserschmarrn. Hier sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die einzelnen Rezepte wiederum werden nach einer Auflistung der benötigten Zutaten Schritt für Schritt erklärt. Toll finden wir, dass jeder einzelne Schritt mit einem Bild erläutert wird.

Zu Beginn sieht man zwar, für wie viele Personen das Rezepte geeignet ist, anpassen kann man die Personenzahl aber nicht. Wer also für mehr oder weniger Esser kochen will, muss die Mengenangaben selbst ausrechnen. Auch eine Einkaufsliste sucht man vergeblich, wäre doch aber gerade aus Metro-Sicht sehr passend: Sein iPhone nimmt man eh mit in den Großmarkt, es könnte doch auch noch gleich anzeigen, in welchem Regal sich die benötigten Produkte befinden…

Wirklich klasse sind hingegen die in der App hinterlegten Videos. Denn wer weiß schon, wie man eine Dorade oder ein Huhn zerlegt? Das kann man zwar auch in einem Text beschreiben, aber verständlicher ist es wohl im Video. Insgesamt bietet MetroLecker zehn solcher kleinen Videos, die im Gegensatz zu allen anderen Inhalten der App aber eine aktive Internetverbindung benötigen.

Bei Rezepten stellt sich letztlich ja immer die Frage, wie schwer die Zubereitung ist. Am Wochenende habe ich es selbst mal mit einer Anleitung probiert und Ricotta-Spinat-Caramelle in Salbeibutter ausprobiert. In den angegebenen 25 Minuten habe ich es zwar nicht ganz geschafft, letztlich war es aber vor allem aufgrund der eingebetteten Bildern eine lösbare Aufgabe – und geschmeckt hat es zum Glück auch!

Weiterlesen

Keltis HD: Die nagelneue iPad-Version im Test

Der Spieleautor Dr. Reiner Knizia sollte einigen von euch vielleicht schon durch seine zahlreichen Brettspiel-Ideen bekannt sein. Eines seiner erfolgreichsten Games, Keltis, ist nun auch für das iPad erschienen.

Keltis wurde in seiner Brettspiel-Variante nach Veröffentlichung durch den Kosmos-Verlag schon 2008 mit dem Titel „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet und reihte sich damit in eine namhafte Liste von Spielen wie Rummikub, Scotland Yard oder auch Carcassonne ein. Im App Store kann man bereits seit geraumer Zeit eine iPhone-Variante (App Store-Link) des Spiels herunterladen, dafür werden derzeit 2,39 Euro fällig.

Erst am 15. November ist der erfolgreiche Titel nun auch für alle Freunde eines größeren Bildschirms verfügbar: Keltis HD (App Store-Link) für das iPad 1 und 2 kann für 2,99 Euro aus dem deutschen App Store geladen werden. Mit 44 MB hält sich die Speicherplatzbelegung auf dem eigenen Tablet auch in überschaubarem Rahmen.

Zwar würde ich mich selbst als Fan von Gesellschafts- und Brettspielen bezeichnen, habe aber diesen Titel – obwohl mir der Name selbstverständlich bekannt ist – bislang noch nicht angespielt. Vielleicht ist jedoch gerade dieser Laien-Aspekt in meinem App Test von Vorteil: So erkennt man gleich, ob auch ahnungslose Erstspieler mit Hilfe von Tutorials und Hilfestellungen genügend in das Spiel eingeführt werden.

Zu Beginn entfallen natürlich lästige Aufbauten, die man sonst von Brettspielen gewohnt ist. Mir fiel beim ersten Start sofort auf, dass das Spiel komplett auf Deutsch ist – auch wenn die Screenshots im App Store diesbezüglich anders aussahen. Ich als Newbie war zuerst erschrocken: Denn folgt man dem normalen Weg vom Hauptmenü zum Spiel selbst, wird einem nicht direkt ein Tutorial angeboten. So versuchte ich mich zuerst völlig planlos an einer ersten Partie und gab entnervt nach kurzer Zeit auf.

Nach einigem Hin und Her fand ich dann doch die Regeln und Tutorials versteckt im Hilfe-Menü. Hier wird dann auch wirklich jedem noch so unbedarftem Spieler geholfen: Alle Spielmodi werden in einem Schritt-für-Schritt-Tutorial verständlich erklärt. Yippie, jetzt konnte auch ich eine erste richtige Partie wagen – zunächst nur vorsichtig gegen einen einzigen AI-Gegner. Vor jeder Partie kann man die Verteilung der Spielstein-Farben, die Anzahl der Computer- oder lebenden Gegner sowie die Spielstärke (leicht/mittel/schwer) bestimmen.

Zwar möchte ich mich nicht großartig mit dem Spielprinzip aufhalten, aber doch kurz erläutern, um was es eigentlich geht. Die Spieler spielen Zahlenkarten, um ihre Figuren auf den farbigen Steinpfaden möglichst weit voran zu ziehen. Die Karten für jeden Pfad müssen dabei jeweils in einer auf- oder absteigenden Reihenfolge gelegt werden. Am Ende des Spiels gibt es umso mehr Punkte, je weiter eine Figur vorgerückt ist. Außerdem sollte jeder unterwegs Wunschsteine einsammeln, die zusätzliche Punkte bringen. Hat man jedoch nicht genug gesammelt, gibt es Punktabzug. Am Ende gewinnt derjenige, der am Schluss die meisten Punkte gesammelt hat.

Nach zwei bis drei Partien sollte man das Spielprinzip begriffen haben. Je nach Anzahl der Spieler dauert ein Durchgang etwa 15-20 Minuten, teilweise auch länger. Neben dem klassischen Keltis-Spiel lässt sich auch eine Tischversion mit bis zu 3 menschlichen Gegnern wagen, bei der auf Wunsch die Karten der Kontrahenten verborgen werden können. Wer dann noch nicht genug hat, kann auch eine ausführliche Kampagne spielen, bei der es in mehreren Spielrunden darum geht, einem bestimmten Pfad zu folgen. Auch ein Online-Multiplayer-Modus ist vorhanden, der ebenso wie die Highscore- und Erfolgs-Verwaltung über Apples Game Center gesteuert wird. Mit einem In-App-Kauf von 1,59 Euro lässt sich auch noch eine Erweiterung des Spiels freischalten, „Neue Wege – Neue Ziele“, die es auch schon für die Brettspiel-Variante gegeben hat. Damit ist es möglich, zwischen den Steinpfaden hin- und her zu wechseln.

Das Gameplay selbst ist übersichtlich gehalten: Die Züge der Gegner, sofern sie computergesteuert sind, erfolgen schnell und nehmen nicht viel zusätzliche Zeit in Anspruch. Auch findet sich eine kleine Tabelle über die Multiplikations-Faktoren der gesammelten Wunschsteine. Einzig die eigenen Kartenstapel wirken doch sehr klein auf dem großzügig angelegten Spielbrett. Gut, dass ich relativ dünne Frauenfinger habe.

Nicht ganz unwichtig ist auch die musikalische Untermalung – bei einem Titel wie Keltis weiß man eigentlich schon, was man zu erwarten hat. Die keltischen Flöten- und Harfenklänge, teils im Spiel untermalt von einer melancholischen Frauenstimme, tragen zum Gelingen dieses wirklich gut gemachten iPad-Titels bei. Selbst komplette Neueinsteiger wie ich wissen nun, warum es Keltis nicht unverdient zum Spiel des Jahres 2008 gebracht hat.

Weiterlesen

Cornelsen bietet Mathe-Aufgaben für unterwegs

Unter dem Namen Lernsnacks Mathe findet man im App Store eine 32 MB schwere und 79 Cent günstige Applikation aus dem Hause Cornelsen.

Schon seit dem 5. Januar 2011 kann man Lernsnacks Mathe auf iPhone und iPad installieren. Momentan werden die In-App-Käufe, zu denen wir gleich noch kommen, reduziert angeboten. Hier zahlt man statt 2,99 Euro nur jeweils 1,59 Euro.

Bei Lernsnacks Mathe (App Store-Link) handelt es sich nämlich um eine reine Basisversion, die in etwa 200 Aufgaben zum Thema Prozentrechnung bereitstellt. Möchte man auch Lernsnacks zu Themen wie Zinsrechnung, Quadratische Funktionen oder aber auch Binomische Formeln erhalten, werden pro Paket die genannten 1,59 Euro fällig.

Wir haben uns die linearen Gleichungssysteme etwas genauer angesehen und möchten euch über den Schwierigkeitsgrad, die Bedienung und das Layout berichten. Unter dem Menüpunkt Snacks findet man alle erworbenen Pakete, im Snackstore können weitere hinzugekauft werden.

Zu Anfang bekommt man als Nutzer eine kleine Informationsbox angezeigt, welche einen Auszug der Themen auflistet. Danach gelangt man zu den eigentlichen Übungen, die sich in verschiedene Untergruppen aufteilen. Bei den linearen Gleichungssystemen fängt man bei einer einfachen Sachaufgabe an und gelangt nach und nach zu etwas schwierigeren Aufgaben.

Die Aufgaben an sich richten sich eher an Schüler, die das Thema gerade behandeln und mit den Lernsnacks zusätzlich zum in der Schule vermittelten Wissen lernen wollen. Natürlich können auch alte Hasen ihr Wissen auffrischen, aber gerade bei Studenten könnte es passieren, dass die Aufgaben dann doch etwas zu leicht sind.

Die eigentlichen Aufgaben sind breit gefächert und grafisch individuell umgesetzt. Je nach Lernsnack müssen Zahlen eingegeben, Werte abgelesen, Gleichungen gelöst oder Wertetabellen ausgefüllt werden. Die Bedienung ist intuitiv, doch manchmal ist alles etwas klein dargestellt, so dass man ein Feld mehrmals anklicken muss.

Zu jeder Aufgabe sollte man natürlich versuchen ohne Hilfe die richtige Lösung herauszufinden, doch wenn man einmal nicht weiter kommt, kann man den integrierten Hilfe-Button drücken, der manchmal jedoch nur die Aufgabe wiederholt. Mit einem weiteren Klick auf „Lösung“ werden alle abgefragten Felder automatisch ausgefüllt.

Zusätzlich zu den Lernsnacks kann man einen Prüfungstrainer erwerben, welcher nochmals mit 1,59 Euro zu Buche schlägt. Mit dieser Erweiterung kann man sich aus allen erworbenen Lernsnacks eigene Pakete mit individuell ausgewählten Aufgaben erstellen. Ziemlich praktisch – kostet jedoch weiteres Geld.

In den Einstellungen selbst kann der eigene Name und das Alter hinterlegt werden. Wer zusätzlich akustische Signale beim Klicken braucht, kann hier einen vordefinierten Sound aktivieren. Ebenfalls ist es möglich alle Lernsnacks zurückzusetzen oder alte Snacks wiederherzustellen.

Weiterlesen


8-Bit-Shooter im Retro-Stil: Rocket Riot HD angespielt

Und schon wieder eine neue Spiele-App im Retro-Layout. Nun werfen auch Chillingo, die Macher von Feed Me Oil und Cut The Rope, einen Titel in den Store.

Wir haben uns das kleine Casual Game einmal näher angesehen und stellen fest, dass Rocket Riot HD (App Store-Link) für kleine 79 Cent im App Store erstanden und dank 17,5 MB auch sehr schnell heruntergeladen werden kann. Spieler mit geringen Englischkenntnissen wird es zudem freuen, dass eine deutsche Sprachversion vorhanden ist. Dank des Universal-Charakters kann man Rocket Riot HD sowohl auf iPhone, iPad als auch iPod Touch installieren.

Mittlerweile ist die kultige 8-Bit-Grafik, die an alte Spielekonsolen der 1980er und -90er Jahre erinnert, definitiv im App Store angekommen. Mit Rocket Riot HD gibt es nun einen witzigen und einfach zu steuernden Shooter, der – man glaubt es kaum bei einem imitierten 8-Bit-Layout – dank Retina-Optik auch grafisch ansehnlich ist.

In 42 Leveln kann der Spieler in einer Kampagne einen mit Jetpack und Bazooka ausgestatteten namenlosen Soldaten mit Hilfe von drei verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten auf Gegner und Material ballern. Die Story hinter all der Zerstörung: Der kleine Soldat muss den bösen Piraten Blockbart finden und besiegen.

Im Laufe des Spiels schaltet man immer mehr Charaktere aus, fügt diese gleichzeitig einem Auswahlmenü hinzu, und bekommt je nach Fortschritt auch so einige nützliche Power-Ups zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind es derer 20, von abgedrehten Dreifach-Raketen bis hin zu Quietsche-Enten-Panzern ist alles dabei.

Während meines Testlaufs musste ich mich zunächst an die Steuerung gewöhnen, das Wischen über den Bildschirm und das damit verbundene Abfeuern der Schüsse erwies sich doch zu Beginn als etwas hakelig. Nach einiger Zeit gleitet man jedoch souverän durch die Level und schießt wild um sich – gerade die komplett „kaputtbare“ Umgebung, die grafisch wie in 1.000 kleine Pixelblöcke zerspringt, verleitet doch sehr zur allgemeinen Zerstörungswut.

Wer dann genug von den üblichen Leveln hat, kann sich auch noch durch einige Zusatzwelten schießen. Davon sind sechs in Rocket Riot HD enthalten, in denen verschiedene Ziele erreicht werden müssen: Entweder Objekt-Zerstörungen, oder aber ein Deathmatch gegen eine bestimmte Anzahl von Gegnern. Für genügend Material zum sinnlosen Zerstören ist in diesem Game also gesorgt. Wer dann trotzdem nicht warten kann und alle Charaktere freigeschaltet haben möchte, kann dieses für 79 Cent per In-App-Kauf tun.

Freunde von Facebook, Twitter oder dem Game Center finden auch noch Anbindungen zu diesen Netzwerken. In Apples eigenem Spiele-Center lassen sich Highscores und Erfolge eintragen, selbiges gilt auch für das Konkurrenz-Netzwerk Crystal. Auch der Soundtrack des Games ist hitverdächtig: Elektro-Rhythmen mit Retro-Faktor der 80er Jahre klirren aus den iDevice-Lautsprechern – und können im iTunes Store sogar käuflich erworben werden.

Weiterlesen

Für Visitenkarten-Sammler: ABBYY CardHolder im Kurztest

Die Geschäftsleute unter euch werden sicher des öfteren mit Visitenkarten ausgestattet, sei es auf Reisen oder bei Fachmessen. Die Daten allesamt von Hand einzugeben, ist mühselig und kostet Zeit.

Diesem Problem widmet sich die im Oktober veröffentlichte App ABBYY CardHolder (App Store-Link) für das iPhone – unterstützt werden zur Zeit die 3GS-, 4er- und 4S-Modelle. Momentan kann das kleine Programm für 2,39 Euro aus dem Store geladen werden, bei einer Größe von 21,2 MB.

Mit dem CardHolder des bekannten Unternehmens für Scan-Software soll es möglich sein, Visitenkarten abzufotografieren und den Inhalt dieser gleich mittels der App erkennen zu lassen. So spart man sich die mühevolle Eingabe der Kontaktdaten per Hand. Doch funktioniert das auch so, wie es von ABBYY beschrieben wird?

In einem übersichtlichen Hauptmenü fällt einem gleich der Kamera-Button auf, den ich auch sofort nutze, um meine beiden vorhandenen Test-Visitenkarten einlesen zu lassen. Der CardHolder erkennt Inhalte von bis zu 20 verschiedenen Sprachen, standardmäßig ist die englische Sprache eingestellt. Schon bei der ersten Visitenkarte, die ich abfotografierte, kam es zu Problemen – sie wurde gar nicht erst erkannt.

So widmete ich mich meinem zweiten Testobjekt, unserer appgefahren-Visitenkarte. Diese wurde von mir zunächst testweise unter Verwendung des Kamerablitzes abgelichtet, was zu einer sehr schlechten Erkennung führte. Im zweiten Anlauf ohne Blitz wurden bis auf ganz wenige Buchstaben allerdings dann alle Daten richtig erkannt und auch zugeordnet. Ich vermute, dass die App nach Möglichkeit einen klaren weißen Hintergrund benötigt, um die Inhalte korrekt auszulesen – meine erste Visitenkarte hatte einen roten Hintergrund mit weißer Schrift.

Nachträglich lassen sich die abfotografierten Visitenkarten auch noch zuschneiden und die erkannten Daten weiter bearbeiten, so dass man ein komplettes Kontaktpaket erhält. In einer übersichtlichen Liste können dann die einzelnen Visitenkarten, geordnet entweder nach Vor- oder Nachname, Erstellungsdatum oder Firma angezeigt werden.

Weiterlesen

Blueprint 3D: Ansehnliches Blaupausen-Ratespiel im Test

Mittlerweile haben wir ja schon so einige Spiele gesehen und rezensiert, aber ein Gameplay wie das von Blueprint 3D hat es in dieser Form wohl noch nicht gegeben.

Eigentlich muss man gleich vorweg nehmen, dass das Game mit einer echten Blaupause nicht wirklich viel gemeinsam hat. Auch ich musste zur Sicherheit erst googlen, fand aber dann schnell heraus, dass eine Blaupause ein chemisches Verfahren zur Reproduktion von technischen Zeichnungen ist, welches bis in die 1990er Jahre angewandt wurde.

In Blueprint 3D (iPhone/iPad) selbst muss man allerdings keine chemischen Druckprozesse entwickeln, hier geht es um etwas ganz anderes. Das Spiel des deutschen Entwicklerstudios FDG Entertainment, welche sich auch schon für das erfolgreiche Cover Orange verantwortlich zeichnen, ist erst am 10. November im App Store gelandet. In einer iPhone-Version für 79 Cent und einer HD-Variante für das iPad für 2,39 Euro kann man zwar keine wirklichen Blaupausen erstellen, aber sein Geschick und Ratekönnen beweisen.

In über 240 verschiedenen Leveln, aufgeteilt in acht thematische Pakete, geht es vielmehr darum, aus einem mysteriösen und scheinbar chaotischen Wirrwarr aus Punkten und Bleistiftstrichen ein hübsches Blaupausen-Motiv zu erstellen. Dies geschieht, indem man das ungeordnete Bild mit den Fingern auf allen Ebenen verschiebt. So lässt es sich mit einem einzigen oder auch mit zwei Fingern drehen und als Ganzes rotieren.

Selbstverständlich gibt es zunächst ein kleines Tutorial von vier Leveln, in denen die Fingergesten und die Anzeigen auf dem Bildschirm erklärt werden. Wie bei vielen anderen Games auch spielt man hier nämlich gegen die Zeit: Schafft man es, das jeweilige Level schnell abzuschließen, winken drei Sterne als Belohnung. Je weiter die Zeit voranschreitet, desto weniger Sterne bekommt der Gamer. Diese sind notwendig, um sich im späteren Spielverlauf neue Levelpacks freizuschalten.

Während meines Tests war es mir schon nach kurzer Zeit möglich, aus dem Striche-Chaos durch Drehen und Verschieben eine ansehnliche Zeichnung herzustellen. Die Entwickler waren auch so nett und haben bei vielen Bildern kleine Beschreibungen der einzelnen Komponenten eingefügt, so dass man sich beim Drehen an der Schrift orientieren kann – ist diese gespiegelt, oder steht auf dem Kopf, weiß man ungefähr, in welche Richtung man sich bewegen muss. Auch stehen bei völliger Ahnungslosigkeit Lösungen bereit, mit denen man aber sparsam umgehen sollte – es sei denn, man möchte per In-App-Kauf weitere nachkaufen.

Auch die einzelnen Fingergesten gehen sehr flüssig von der Hand. Auf dem iPad hat man durch den größeren Bildschirm eh sehr viel Platz – wie jedoch sieht das Ganze auf dem kleinen iPhone aus? Hier merkte ich sehr schnell, wo die Grenzen eines solchen Spiels liegen. Zwar kann man durch die exzellenten Retina-Grafiken alles scharf und genau sehen, aber der Screen ist einfach ein wenig zu klein für ausladende Fingergesten. Immerhin kann die Drehgeschwindigkeit in den Einstellungen manuell verändert werden, ansonsten jedoch steht die iPhone-Variante der des großen Tablet-Bruders in nichts nach.

Zusätzlich gibt es für alle Game Center-Fans auch noch eine Anbindung an selbiges Highscore-Netzwerk, bei dem Spielstände und Erfolge geteilt werden können. Auch eine Verbindung zum Social Network Facebook ist vorhanden, mit der man allerdings keine Erfolge teilen kann, sondern nur auf die Entwickler-Seite gelangt.

Weiterlesen