Bislang gab es beim Versanddienstleister DHL beim Versand innerhalb Deutschlands die vier Paketkategorien „bis 2 kg, „bis 5 kg“, „bis 10 kg“ und „bis 31,5 kg“. Zum heutigen 12. Juli 2024 führt DHL nun ein neues Produkt, „Paket bis 20 kg“, ein.
War für Pakete zwischen 10 und 20 Kilogramm bisher der Preis für das Paket „bis 31,5 kg“ mit einem Portopreis von 19,99 Euro fällig, ist das neue Produkt „bis 20 kg“ mit 18,99 Euro nun etwas günstiger. Laut Aussage von DHL betrifft dies rund 80 Prozent der Pakete zwischen 10 und 31,5 Kilogramm. Zwischen den Paketgewichten 10 und 31,5 kg klaffte in der Vergangenheit eine große Lücke, die man mit dem neuen Angebot nun geschlossen hat.
Gleichzeitig erhöht das Unternehmen allerdings auch den Preis für das „bis 31,5 kg“-Paket von aktuellen 19,99 Euro auf 23,99 Euro. DHL bezeichnet die Preiserhöhung in einer Pressemitteilung als „verursachungsgerecht“ und bezieht sich dabei auf die Vorgaben des neuen Postgesetzes „zur Kennzeichnung für Pakete mit erhöhtem Gewicht bei Privatkund:innen“.
DHL bewirbt das neue Paketprodukt als eine Verbesserung für die eigene Privatkundschaft in Deutschland. Allerdings wird vielmehr nur eine neue Option eingeführt, anstatt bereits bestehende Paketvarianten im Preis zu senken. Mit diesem Schachzug versucht man offenbar, von der Preiserhöhung des 31,5 kg-Pakets abzulenken. Zwar wird der Paketversand mit einem Gewicht zwischen 10 und 20 kg nun 1 Euro günstiger, Pakete zwischen 20 und 31,5 kg allerdings gleich 4 Euro teurer. Ich selbst würde an dieser Stelle von einer nachteiligen Entwicklung für die DHL-Kundschaft sprechen.
Neue Optionen bei Bücher- und Warensendungen
Auch im Bereich der Bücher- und Warensendungen hat DHL seit Monatsbeginn Veränderungen vorgenommen. Eine Unterteilung zwischen Bücher- und Warensendungen gibt es nun nicht mehr, fortan werden alle Sendungen dieser Art als „Warensendung“ bezeichnet. Bücher können auch weiterhin über diese Option versendet werden.
Warensendungen durften bisher bis 1 kg schwer sein, dies ändert sich nun: Ab sofort können entsprechend deklarierte Sendungen auch bis zu 2 kg wiegen. Am Standardpreis von 2,55 Euro ändert sich nichts, allerdings wird ein Gewichtszuschlag von 0,85 Euro fällig, wenn man Warensendungen mit Gewichten zwischen 1 und 2 kg versenden möchte.


Danke für die Zusammenfassung 👍
Der Preis für Pakete ab 20 kg wird erhöht, da es künftig zwei Personen ausliefern und nicht mehr nur eine. Mit dieser Information würde ich nicht von einer „nachteiligen Entwicklung“ sprechen, da mehr Wert auf dem Gesundheitsschutz für Boten gelegt wird.
Da werde ich beim nächsten mal drauf achten ob es wirklich von 2 Personen ausgeliefert wird. Das glaube ich nämlich erst wenn ich es gesehen habe. Am Ende ist es so wie immer, entweder nur 1 Person oder man bekommt, trotzdem man zuhause ist, einen Benachrichtigungszettel in den Kasten das man sich sein Paket am nächsten Tag dann in der Filiale abholen kann. Über DHL breite ich mit meiner Erfahrung lieber den Mantel des Schweigens aus, nur so viel, zum versenden kommt diese Bude bei mir nicht ansatzweise in Frage.
Die Option des „2-Mann-Handling“ sollte nicht mit der Auslieferung der Pakete bis zur Haustür gleichgesetzt werden. Diese Option bedeutet lediglich, dass entweder eine zweite Person mitfährt oder Hilfsmittel wie Treppensteiger oder Tragehilfen mitgeführt werden. Wenn die Lieferung nur bis zur Filiale oder zum Paketshop erfolgt, dürfte dies für den „Controller“ akzeptabel sein. 😉
Zahlen darf ich aber für Lieferung bis zur Haustür. Und genau dort erwarte ich ein Paket. Oder wie stellt man sich das vor? ich zahle Versand, geliefert wird bis zur Filiale, ich schicke einen Mitarbeiter los der das Paket holt, dauert hin und zurück mit einladen usw knapp ne halbe Stunde und kann das bei meinen Kunden dann zusätzlich abrechnen nach dem Motto…is eben etwas teurer geworden oder binde ich mir die Arbeitszeit des MA ans Bein? Ich sage ja, über DHL schweige ich lieber, ist ein 💩Laden.
Letztes Erlebnis erst diese Woche, 2 Pakete mit je knapp 26 Kg. beide angekündigt für Freitag nachdem Versand am Montag erfolgte. Erstes Paket am Dienstag morgen vor Ort, von Einlieferung bis Ankunft knapp 15 Stunden, das ging wirklich rasen schnell, auf den 2. Teil der Bestellung die beide für Mittwoch angekündigt waren, warte ich noch immer. Laut Sendungsverfolgung hat sich das Paket, obwohl beide gleichzeit angekündigt wurden und gleichzeitig bearbeitet wurden, seit Dienstagabend nicht mehr bewegt. Versender hat ab heute erstmal für 3 Wochen Urlaub, mein Kunde fragt und ich kann nicht weitermachen weil die Teile aus dem 2. Paket fehlen. DHL, ein deutsches Spitzenunternehmen.
Beschwere dich bei der Zustellstelle. Die werden den entsprechenden Mitarbeiter auf die Füße springen. Und ja, das funktioniert. Legst du also wert drauf deine Pakete nicht selbst abzuholen, dann melde das. Es wird sich erst etwas ändern, wenn man eingreift – ist in jeder Firma so.
Ich denke die Anzahl der von der Erhöhung betroffenen Kunden dürfte sich sehr in Grenzen halten (20-31,5kg Pakete).
Na dann, wenn es nur ein paar andere Leute sind und nicht man selbst…
Die werden das schon so kalkuliert haben, dass es von der Tendenz positiv fürs Unternehmen ausgeht.
Nichtsdestotrotz ist es ne gute Umsetzung und orientiert sich am Kunde. Finde das gut.
Ich denke aber auch, dass man mehr Kunden von Hermes zu sich ziehen möchte. Hermes hatte nie große Gewichtseinschränkungen. Wenn es nicht besonders groß wurde, war Hermes bzgl Gewicht die 1. Wahl
Über Hermes kann ich, was Versand und/oder Empfang nicht viel negatives berichten. Preise sind sowieso günstiger als bei DHL und wenn eine Sendung „zu groß“ ist dann wird sie direkt vor Ort mit Terminvereinbarung abgeholt. Klappte bislang immer.
Hermes ist allerdings grottenlangsam, was die Lieferzeit angeht.
Nicht immer. Meistens sind es 2 Tage. Aber ich hatte es jetzt mehrmals gehabt, dass ein privat verschicktes Paket am nächsten Tag da war.
Zitat:
„…zwischen den Paketgewichten 10 und 31,5 kg klaffte in der Vergangenheit eine große Lücke, die man mit dem neuen Angebot nun geschlossen hat…“ Zitat Ende
Ein so harmlos wirkender Satz kann eine Information und eine Täuschung sein. Für mich eher eine Täuschung. Für die letzten geschätzt 2 Jahre trifft es zu. Vor einiger Zeit gab es sehr wohl 20kg-Pakete, die kosteten über die Zeit zwischen 10 und 14 Eu wenn ich recht erinnere. Diese „für das Kundenbedürfnis“ WIEDER eingeführte Preisklasse hat wie immer einzig und allein den Zweck der Profitmaximierung. An die Fahrer denkt niemand, überhaupt niemand!
In den letzten 10 Jahren sind DHL-Preise kräftig gestiegen und zwar stärker als die Inflation oder Lohnkostenentwicklungen. Stichwort Zunahme Online-Versand. Das hat Milliarden in die Kassen geschaufelt und die Fahrer wurden geknechtet bis zur Erschöpfung. Insbesondere zur Corona-Zeit hat der Konzern kräftig zugelangt. Und damit sich die Paketgewichte / Anzahlen zu Lasten der Fahrer schön erhöhen, hat man den Postboten bereits länger die 1- und 2- Kilo-Pakete zur Auslieferung aufs Auge gedrückt.
Mit teils kuriosen Auswirkungen: Die Stamm-Postboten wissen kaum wie sie ihren Taschen auch noch Pakete transportieren und sie müssen klingeln und warten, denn Pakete passen nicht durch den Briefschlitz. Einige Aushilfen sind besonders kreativ. Damit sie nicht bis Nachts austragen, nehmen sie die Pakete gar nicht erst von der Verteilung mit, sondern füllen gleich die Karte „Kunde nicht angetroffen aus“… die besonders Dreisten machen nicht mal das. Das ist übrigens einer der Gründe des von anderen hier Schreibenden geschilderten Problems „Karte im Kasten obwohl ich zuhause war“.