Disney+ geht jetzt aktiv gegen gemeinsame Accounts vor

Zusätzlich zahlen statt Passwort teilen

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Da müssen wir uns nichts vormachen: Die Verlockung, das Passwort von Streaming-Diensten mit Freunden oder Familie zu teilen, war bisher ziemlich hoch. Den Anbietern ist das natürlich ein Dorn im Auge und nun geht auch der nächste dagegen vor. Genauer gesagt Disney+, das diese Schritte ja bereits angekündigt hatte.

In den USA und zahlreichen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, führt Disney+ jetzt einen entsprechenden Schutz ein. Damit soll verhindert werden, dass ein Disney+ Account außerhalb des eigentlich dafür vorgesehenen Haushalts genutzt wird. Nun lässt man wissen: „Füge ein Familienmitglied oder einen Freund zu deinem Disney+ Abonnement hinzu, auch wenn diese nicht in deinem Haushalt leben.“


Natürlich läuft das nicht ohne zusätzliche Zahlung. Im Disney+ Standard-Abo mit Werbung kostet der zusätzlichd Nutzer 4,99 Euro im Monat (statt 5,99 Euro im Monat), die Ersparnis ist hier also wirklich sehr gering. Im Standard-Abo ohne Werbung oder im Premium-Abo kostet der Extra-Nutzer 5,99 Euro, hier kann man immerhin bis zu 50 Prozent sparen. Allerdings ist das auch mit Einschränkungen verbunden:

  • es ist nur eine Zusatz-Person möglich
  • diese Person erstellt einen eigenen Account mit nur einem Profil
  • in diesem Account ist nur ein gleichzeitiger Stream erlaubt

Offen ist jetzt nur noch die Frage, ab wann Disney+ die Ankündigung dann auch vollzieht und die ersten Accounts beschränkt. Solltet ihr übrigens mal im Urlaub sein und außerhalb eurer vier Wände auf Disney+ zugreifen wollen, ist das als Acocunt-Inhaber kein Problem. Über einen Freigabe-Code per E-Mail könnt ihr Disney+ ohne Einschränkungen auch außerhalb eures Zuhauses nutzen.

Solltet ihr bereits von den neuen Einschränkungen betroffen sein und Disney+ aber unbedingt weiter nutzen wollen, könnt ihr derzeit übrigens ein Angebot wahrnehmen. Die ersten drei Monate im Standard-Abo mit Werbung kosten euch derzeit nur 1,99 Euro statt 5,99 Euro. Hier geht es direkt zum Angebot.

‎Disney+
‎Disney+
Entwickler: Disney
Preis: Kostenlos+

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Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

Kommentare 3 Antworten

  1. Das Auslaufen meines Disney+-Abos über den Telekom-DSL-Anschluss habe ich zum Anlass genommen, es zu kündigen. Neben der Preiserhöhung waren zwei Dinge ausschlaggebend: Die offene Frage der Accountnutzung, wenn man sich an einem anderen Ort befindet (Zweitwohnung) und der zu Ungunsten des Kunden verschlechterte Nutzungsvertrag (z.B. Werbung, Änderung des Nutzungsvertrages ohne erneute Zustimmung). Die Frage der Nutzung in der Zweitwohnung habe ich vor vier Monaten an Disney gestellt, aber nie eine Antwort erhalten.

    Letztendlich hat es also jeder selbst in der Hand, wie er mit dem Verhalten der Streamingdienst-Branche umgeht. Disney+, Netflix, Amazon (Prime) und YouTube sind alles amerikanische Unternehmen, deren Fokus in der Gewinnmaximierung liegt. So lange sie nicht einen deutlichen Einbruch der Nutzerzahlen erleben, werden ihre Preise nur eine Richtung kennen: Nach oben. Und die aktuelle Entwicklung der Netflix-Nutzerzahlen nach dem Ende des Account-Sharings gibt ihnen Recht.

  2. Meinen Vertrag lasse ich ebenfalls auslaufen.

    Dies gilt aber auch genauso für Netflix. Wenn ich der Meinung bin das Inhalte vorhanden sind die mich interessieren, dann reicht auch ein Monatsabo.

    Macht man sich mal bewußtm was man eigentlich so konsumiert und wie oft man nach einem Film oder Serie zu sich sagt, das war max. durchschnittlicher Kontent fällt uU die Entscheidung leicht.

  3. Finde ich inzwischen unverschämt.

    Überall werden die Preise hochgedrückt, zum Teil wird man gezwungen Werbung zu sehen (z. B. Amazon Prime), erst wurde mit Account Sharing Werbung betrieben (Netflix), und jetzt meinen alle dafür noch mehr Geld zu kassieren, auch wenn’s zum Teil innerhalb der Familie geteilt wird.

    Disney macht im Jahr Millionen, wenn nicht sogar Milliarden.

    Die Geldgier der Unternehmen wird immer schlimmer. Da brauchen die sich nicht wundern, wenn immer mehr Leute kündigen oder ihre Abos über VPN abschließen..

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