Hand aufs Herz: Wer putzt schon gerne Fenster? Zum Glück gibt es inzwischen smarte Hilfe, zum Beispiel in Form des neuen Fensterreinigungsroboters Dreame C1 beziehungsweise Dreame C1 Station. Ich habe das Modell mit Station zwei Monate lang im Alltag getestet und kann dir jetzt genau sagen, wie gut er wirklich ist.
[amazon box=“B0F8W826J4″]
Der Lieferumfang: Alles dabei, was man braucht

Der Dreame C1 Station kommt, wie der Name schon verrät, direkt mit einer praktischen Station. Und das ist auch gut so, denn nur mit Station ergibt der Einsatz wirklich Sinn. Die cremefarbene Station macht optisch was her und bringt neben dem Roboter selbst auch eine Reinigungsflüssigkeit, Stromversorgung, Ersatztücher, Seitenrollen und ein Sicherheitskabel mit. Dank Saugnapf auf der Unterseite steht sie auch auf glatten Flächen stabil.
Inbetriebnahme ist sehr simpel
Die Handhabung ist angenehm unkompliziert: Wischtuch mit Wasser ausspülen, auswringen und per Klett am Roboter befestigen. Der kleine Wassertank im Gerät kann zusätzlich mit Reinigungsmittel befüllt werden. Danach drückt man den Roboter manuell an die Fensterscheibe, damit er sich per Knopfdruck mit bis zu 5.500 Pascal fest saugt. Dann scannt er kurz die Fläche und beginnt mit der Reinigung.

Der Raupenantrieb sorgt dafür, dass sich der C1 sicher über die Scheibe bewegt, allerdings ist eine Verwendung über Kopf nicht vorgesehen. Ein Pluspunkt: Das Verbindungskabel zur Station wird automatisch eingezogen und ausgegeben.
Reinigungsleistung: Gut, aber mit Einschränkungen
Klar ist: Wunder darf man nicht erwarten. Wer seine Fenster seit Jahren nicht mehr gereinigt hat, wird auch mit dem C1 keine Wunder erleben. Für leichte bis mittlere Verschmutzungen ist das Ergebnis aber zufriedenstellend – sogar streifenfrei, wenn man es mit der Reinigungsflüssigkeit nicht übertreibt.

Dreame verspricht eine verbesserte Kantenreinigung. Dafür wurden kleine Bürsten an den Seiten angebracht. Tatsächlich nehmen sie etwas mehr Schmutz auf, doch ein perfekter Randabschluss gelingt auch hier nicht. Das liegt einfach an der Bauweise: Das Wischpad reicht bauartbedingt nicht ganz bis zum Rand.

Die integrierten Sprühdüsen vorne und hinten sind praktisch, können aber auch zum Problem werden: Wenn der Sprühnebel zu weit streut, bleibt Wasser auf dem Fenster zurück, das nicht mehr aufgenommen wird, sodass Flecken entstehen.
Halbautomatisch statt vollautonom
Ganz ohne eigenes Zutun funktioniert der C1 leider nicht. Von einem Fenster zum nächsten bewegen kann er sich logischerweise nicht: Das musst du selbst übernehmen. Auch das Wischtuch sollte regelmäßig ausgewaschen werden, am besten nach jedem zweiten Fenster. Gerade bei großen Scheiben wird das Tuch schnell zu trocken und die Reinigungsleistung lässt merklich nach.
Geräuschkulisse: Nicht zu überhören
Was du definitiv wissen solltest: Der C1 ist ziemlich laut. Die starke Saugkraft sorgt zwar für zuverlässigen Halt, klingt aber eher nach Dauerbetrieb eines Staubsaugers. Für empfindliche Ohren oder offene Wohnräume ist das nicht ideal.
Per App oder per Station steuern
In der dazugehörigen App kannst du den Modus festlegen, allerdings geht das auch bequem über die Tasten an der Station. Ich habe die App nur einmal eingerichtet und dann nicht mehr genutzt, da sie darüber Hinaus keinen echten Mehrwert bietet.
Lohnt sich ein Fensterputzroboter?
Jein. Die Zeitersparnis und Entlastung im Alltag ist spürbar, aber ganz ohne Mithilfe geht es nicht. Perfekte Ergebnisse wie beim Putzen von Hand erreicht der Roboter auch nicht. Dennoch: Während der C1 putzt, kannst du die Fensterrahmen putzen oder dich um andere Aufgaben kümmern. Das macht ihn zu einer hilfreichen Ergänzung im Haushalt.
Preis und Verfügbarkeit
Mit einem Preis von 599 Euro ist der Dreame C1 Station kein Schnäppchen. Ein Rabatt von 100 Euro macht das Angebot zwar etwas attraktiver, aber auch 499 Euro sind noch eine echte Investition. Dafür bekommst du ein solides Gerät, das dir das Fensterputzen deutlich erleichtert – wenn auch nicht vollständig abnimmt. Der Dreame C1 als einzelnes Gerät ist bei Amazon verfügbar, der Dreame C1 Station steht bei Cyberport zum Kauf bereit.


An eine Zeitersparnis kann ich da nicht glauben.
Bis ich die Schritte alle erledigt habe, habe ich mit feuchtem Lappen und Kärcher Fenstersauger schon 2 Fenster bis zum Rand sauber.
Aus meiner Sicht kann das nur für sehr große Fenster interessant sein, weich manuell nicht ohne Hilfsmittel hinkomme.
So ist es auch Pete.
Eine Zeitersparnis hat man hier wirklich nicht. Im Gegenteil. Alles dauert viele, wirklich viele Minuten länger. Und man will ja das Teil auch nicht einfach im Raum stehen lassen…
Nein. Neben einem Rasenmäher, der wirklich eine Zeitersparnis herausholt hilft mir noch ein Raumwischer mit Mops. Alles zusammen spart Zeit. Aber ein Fensterputzer spart nicht. Und er wischt nicht soooo sauber, wie ich gerne meine Fenster hätte. Und ich bin nicht wirklich pingelisch 😂
Bei Dachgeschossfenstern oder Fenstern, die schwer zugänglich sind,- ok. Aber normal zugängliche ….nä.
Die „Zeitersparnis“ kommt wahrscheinlich zustande, wenn man während der Roboter an der Scheibe herumrutscht was anderes machen kann. Ich sehe es aber genauso wie ihr: wenn ich meine Fenster putze sind sie anschließend bis in die Ecke streifenfrei sauber. Das Geld kann sicherlich sinnvoller investiert werden.
Man könnte ihn für ein großes Fenster zur Aussenreinigung nutzen, wenn diese wegen der Höhe nicht erreichbar ist.
Ergebnisse bei leicht bis mittleren Verschmutzung ist nur zufriedenstellend und da. Soll man 599€ dafür zahlen?
Für 600€ kommt oft eine Putzfrau oder Fensterreinigungsfirma und macht die Fenster mehr als nur zufriedenstellend sauber. Und beides ist dann wirklich eine Zeitersparnis, da man sich um nichts mehr kümmern muss.
Gibt wirklich viele nützliche Roboter, die einem eine Zeitersparnis bieten (Rasenmäh-, Saug-, Wisch- & Poolroboter) aber der Fensterputzroboter gehört bisher definitiv nicht in diese Kategorie.