Wer hätte das gedacht? Fünf Jahre nach der viel beachteten Trennung spricht Intel nun wieder mit Apple – und bittet um eine Investition. Laut einem Bericht von Bloomberg befinden sich beide Unternehmen in frühen Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit. Ob daraus am Ende wirklich etwas wird? Noch völlig offen.
Intel sucht nach Geldgebern
Intel steckt schon länger in der Krise. Der einstige Chip-Gigant hat Mühe, mit Konkurrenten wie TSMC und Nvidia Schritt zu halten. Anfang des Jahres kündigte Intel an, rund 15 Prozent seiner Belegschaft abzubauen. Auch der geplante Fabrikbau in Europa wurde gestrichen.
Stattdessen versucht Intel, seine Produktionspläne mit externer Hilfe voranzutreiben. Die US-Regierung hat bereits knapp 10 Prozent der Anteile übernommen, um die Fertigung in Ohio zu pushen. Nvidia hat ebenfalls tief in die Tasche gegriffen und 5 Milliarden US-Dollar investiert, um Zugang zu Intels Fertigungskapazitäten zu bekommen. Auch SoftBank ist mit 2 Milliarden Dollar an Bord.
Jetzt soll auch Apple wieder ins Boot geholt werden.
Apple & Intel: einst unzertrennlich
Bis 2020 steckte in jedem Mac ein Intel-Chip. Doch dann kam der radikale Schnitt: Apple stellte auf seine eigenen „Apple Silicon“-Chips um – und das mit enormem Erfolg. Die neuen Prozessoren bieten mehr Leistung bei weniger Energieverbrauch und werden von TSMC in Taiwan produziert. Intel war damit raus.
Seitdem verfolgen beide Konzerne sehr unterschiedliche Wege. Während Apple seine Hardware immer stärker selbst kontrolliert, kämpft Intel mit dem Wandel vom Chiphersteller zum Auftragsfertiger.
Und jetzt? Chancen auf ein Comeback?
Intel hofft, Apple könnte zumindest in Teilen seiner Fertigungskapazitäten investieren – vielleicht aus strategischen Gründen, vielleicht als Rückversicherung für die eigene Lieferkette. Doch aktuell sieht es nicht so aus, als ob Apple große Lust hätte, wieder auf Intel zu setzen.
Die Gespräche stecken noch in der Anfangsphase. Ob es zu einem Deal kommt, ist völlig offen. Aber die Tatsache, dass Intel überhaupt anfragt, zeigt, wie groß der Druck im Unternehmen geworden ist.
Intel braucht dringend Partner, Apple hat das Know-how (und das Geld). Aber die Beziehung ist kompliziert. Eine spannende Entwicklung, bei der wir ganz genau hinschauen werden.

Intel hat die Entwicklung um Jahre verpennt: stromsparend und gut zu kühlen oder Gleitkomma ohne Ende. Intel erinnert mich an die deutsche Autoindustrie: too-big-to-fail-Arroganz und gleichzeitiges Fehlen von Innovation.
Ich bin neulich am geplanten Gelände der Chipfabrik vor den Toren Magdeburgs vorbeigefahren. Trostlos. Dabei hätte Sachsen-Anhalt einen großen Arbeitgeber mit qualifizierten und gut bezahlten Jobs gut gebrauchen können.
Kann sich aber auch wieder ändern, ich kann mich noch an die AMD Athlon Zeiten erinnern, da hat auch so gut wie jeder auf AMD gesetzt und dann kamIntel mit was zurück und die wenigsten haben AMD angeschaut.
Da haben die deutschen Autobauer es schon schwerer, da nicht nur sowas wie Tesla den Markt umgekrempelt hat sondern auch duzende Chinesische E Automarken rüber geschwappt sind.
Tesla Wiederkäuer gingen gut zurück in Deutschland, Q1 unter 30%. Dafür sind die Chinesischen Neukäufe aber hochgegangen, die Frage ist was da in ein paar Jahren sie Wiederkäufer Zahlen sagen werden (ich persönlich glaube nicht das die hoch sein wird, da die Infrastruktur nicht entsprechend mit gewachsen ist fur die Kisten).
Vielleicht sollte Intel doch mal über seine Taktik nachdenken, den Leuten möglichst effizient das Geld aus der Tasche zu ziehen. Irgendwann wachen die Leute halt auf. Intel sollte erstmal weiter den ganzen Ballast abwerfen und wieder auf die Spur finden. Vielleicht auch mit AMDs Bestreben, den Sockel länger laufen zu lassen. Intel darf ruhig noch etwas schmoren, sie sollen sehen, dass sie nicht zu groß sind, um Fehler zu machen! Ich bin auch sicher, Intel wird zurück kommen und wahnsinns Produkte im Angebot haben! Aber das dauert sicher noch ein paar Jahre…!