Tim Cooks Rücktritt rückt näher: Wann ist es wirklich so weit?

Keine überstürzten Handlungen

Tim Cook bei einer Keynote

Seit Monaten wird intensiv spekuliert, wann Tim Cook seinen Posten als CEO von Apple räumen könnte. Zwar ist ein Abschied irgendwann unausweichlich, allerdings gehen die Einschätzungen zum Zeitplan deutlich auseinander. Während einige Berichte einen baldigen Rücktritt in Aussicht stellen, treten andere Quellen auf die Bremse.

Tim Cook könnt noch 2026 zurücktreten

Einerseits sorgte ein Bericht der Financial Times für Aufsehen, wonach Apple intern bereits mit einem Rückzug von Cook Anfang 2026 rechnen soll. Andererseits widerspricht Bloomberg-Insider Mark Gurman dieser Einschätzung deutlich. In seinem aktuellen Power On-Newsletter bezeichnet er diesen Zeitrahmen als eher unrealistisch.


Bereits zuvor hatte Gurman erklärt, er wäre überrascht, wenn Cook vor Mitte 2026 seinen CEO-Posten aufgeben würde. Damit gilt es als wahrscheinlich, dass Cook zumindest noch die WWDC im Juni als Apple-Chef begleiten wird.

Wechselt Tim Cook in den Aufsichtsrat?

Parallel dazu wird immer wieder darüber spekuliert, ob Tim Cook nach seinem Rücktritt den Vorsitz des Apple-Verwaltungsrats übernehmen könnte. Doch auch hier gibt es Hinweise, dass ein solcher Schritt nicht unmittelbar bevorsteht.

Der aktuelle Chairman Arthur D. Levinson stellt sich bei der Hauptversammlung am 24. Februar erneut zur Wahl. Zwar sieht Apples Regelwerk eigentlich eine Altersgrenze von 75 Jahren vor, doch für Levinson, ebenfalls 75, soll aufgrund seiner Erfahrung eine Ausnahme gemacht werden. Das spricht dafür, dass ein größerer Umbau an der Spitze noch auf sich warten lässt.

John Ternus rückt immer stärker in den Fokus

John Ternus bei einer Präsentation.
John Ternus könnte der nächste Apple CEO sein. Foto: Apple.

Unabhängig vom genauen Zeitpunkt kristallisiert sich jedoch ein möglicher Nachfolger immer klarer heraus. John Ternus, Senior Vice President of Hardware Engineering, gilt inzwischen als heißester Kandidat für den CEO-Posten.

Besonders aufschlussreich ist dabei ein Schritt aus letzter Woche: Tim Cook übergab die Aufsicht über Apples Designteams an Ternus. Laut Gurman ist das ein deutliches Signal und macht nahezu unmissverständlich klar, wer intern als Favorit gilt.

Ein Abschied mit Ansage

Tim Cook steht seit August 2011 an der Spitze von Apple und hat inzwischen das klassische Rentenalter überschritten. Dennoch deutet aktuell wenig darauf hin, dass ein plötzlicher Rückzug bevorsteht. Vielmehr scheint Apple einen langfristig geplanten Übergang vorzubereiten, der noch mehrere Monate, wenn nicht Jahre, dauern könnte.

Fest steht: Der Generationswechsel rückt näher, allerdings dürfte Cook den Staffelstab nicht überstürzt, sondern wohlüberlegt übergeben.

Foto: Apple.

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Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

Kommentare 9 Antworten

    1. Visionär ist keine Ausbildung sondern eine Gabe. Deshalb wird es schwierig werden einen Visionär zu finden aber ja ich würde es auch begrüßen wenn er endlich geht.

      1. Für sowas gibt es Vorstände. In der Regel wird es halt jemand, der in der Rangfolge dicht hinter Cook steht, solange man nicht extern besetzt. Tim Cook war jetzt kein Griff ins Klo, immerhin hat er für den nötigen Cashflow gesorgt, aber man merkt Apple an, dass Sie seit Jahren auf der Stelle treten und den Trends nur noch hinterherlaufen. Viele eingestellte Projekte und das Nachsehen im KI Kampf, was jetzt dazu führt, dass man strategische Partnerschaften mit Google eingehen muss.

        1. Ja ich finde er hätte schon vor 2 Jahren gehen sollen. Apple hängt ziemlich hinterher da brauchen sie auch nicht mit Datenschutz kommen und Bla. Führen als erstes einen Sprachassisten ein und liegen seit Jahren deutlich hinter der Konkurrenz und nun das disaster mit KI. WTF

          1. „Führen als erstes einen Sprachassisten ein und liegen seit Jahren deutlich hinter der Konkurrenz“

            Das hat aber auch einen Grund. Denn Apple hat ja die Daten der Nutzer nicht zur Weiterentwicklung des Assistenten genutzt.
            Die anderen beiden Anbieter haben aber sämtliche nutzerdaten ausgewertet und zur Weiterentwicklung und was weiß ich noch genutzt.

          2. Und nun ? Soll das jetzt die vollmundige Apple Intelligence Ankündigung in 2024 entschuldigen? Es wurden dort quasi Funktionen gezeigt, die Apple nicht mal hat bzw. umsetzen konnte. Im Prinzip ist das Verbrauchertäuschung.

  1. Tim Apple wird nicht vor Trump gehen ist mein Claim. In den aktuellen politischen Zeiten wird man sich nicht der Unsicherheit aussetzen, jemand neues an die Spitze des Unternehmens zu setzen. Tim scheint bislang erfolgreich mit Trump umgehen zu können, und das zählt gerade. Vielleicht würde er ohne Trump demnächst mal in Rente gehen und das zeigt sich intern vielleicht am übertragen einzelner Aufgaben, ich kann mir aber schwer vorstellen, dass die formal aktuell einen anderen CEO auswählen. Ich erinnere nur an das iPhone Debakel vor etwa einem Jahr als man panisch iPhones aus China eingeflogen hat. Trump hat einen Deal mit Tim gemacht, und man tut gut daran ihm keinen Grund zu geben, diesen zu überdenken.

  2. Siri entstand zunächst als eigenständige Anwendung im App Store und wurde später von der Apple übernommen; sie wurde also nicht ursprünglich von Apple entwickelt

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