Wer viele Texte unter macOS schreibt, wünscht sich manchmal sicherlich eine Lösung, die weniger aufwändig ist. Durchschnittlich verbringen Wissensangestellte rund 2,5 Stunden pro Tag damit, Inhalte in die Tastatur einzutippen, und kommen auf eine rund 8-prozentige Fehlerquote, die zu ständigem Korrigieren und Neuschreiben führt.
Zu diesen Zahlen kommt das Entwicklerteam von Akilaris aus dem norddeutschen Bremen, das die macOS-App Unspoken kreiert hat. Unspoken ist eine Sprache-zu-Text-Anwendung, mit der sich Texte einfach durch eine Spracheingabe verfassen lassen. Die App lässt sich ab macOS 14.0 oder neuer und mit Apple Silicon-Chip (M1 oder besser) oder Intel-Prozessor sowie bei mindestens 8 GB RAM herunterladen und danach sieben Tage lang kostenlos ausprobieren. Im Anschluss wird eine Einmalzahlung in Höhe von 190 Euro für eine lebenslange Lizenz inklusive einem Jahr an Updates fällig. Alternativ kann auch ein Abo zum Preis von 8 Euro/Monat oder 80 Euro/Jahr gebucht werden. Für Unternehmen gibt es individuelle Tarife.
Mit Unspoken sollen sich Texte bis zu viermal schneller kreieren lassen als beim bloßen Tippen per Tastatur: Das entspricht 170 Wörtern pro Minute statt 40 beim Tippen. Dazu hat man nach der Installation einfach nur den Shortcut ⌘+Shift+V zu drücken und zu sprechen. Mit Hilfe von KI werden die gesprochenen Inhalte aufgenommen und mit einer laut Entwicklerteam 97-prozentigen Genauigkeit in Text umgewandelt. Die KI filtert Füllwörter wie „Äh“s und „Öh“s heraus und wandelt auch die Grammatik um, so dass der Text
Unspoken erkennt über 100 verschiedene Sprachen

Die Sprachdateien bleiben dabei auf dem Gerät und verlassen den Mac zu keiner Zeit. Unspoken lässt sich daher komplett offline nutzen, ohne dass die App „nach Hause telefoniert“ oder die Spracheingaben auf externe Server lädt. Alle Daten sind nach AES-256 verschlüsselt. Die Anwendung erkennt über 100 Sprachen automatisch und kann in jeder App verwendet werden.
Zu den integrierten Tools von Unspoken gehört neben der KI-basierten Textverarbeitung auch ein Wörterbuch, das spezielle Begriffe wie Namen, Fachbegriffe oder Abkürzungen lernt, ein Flüstermodus zum Erkennen der Spracheingabe bei leisem Sprechen, das automatische Setzen von Satzzeichen, die Integration von Textbausteinen per Kurzbefehl und intelligente Modi, beispielsweise für E-Mails, Code oder in Chats. Unspoken kann beispielsweise in Slack, Notion, Gmail, Obsidian, VS Code oder MS Office verwendet werden.
Das Entwicklerteam bewirbt Unspoken explizit als eine kostengünstigere Alternative zur Konkurrenz von Wispr Flow. Letztere App kostet 144 Euro/Jahr, während Unspoken über einen Einmalkauf in Höhe von 190 Euro dauerhaft freigeschaltet werden kann. Zudem verzichtet Unspoken im direkten Vergleich zu Wispr Flow auf eine Registrierung und bietet eine 100-prozentige Offline-Verarbeitung.

Sie haben 1:1 VoiceInk nachgebaut und den alten Lifetime Preis x 10 genommen. Ganz schöne Frechheit…
noch frecher ist dass alle diese Tools mit Opensource gebaut werden und dann Geld verlagen.
So ist das halt in die Mac Welt deswegen strengt sich Apple nicht „zertifizierte“ Entwickler zu sperren.
Eine Frage: Was sind denn „Wissensangestellte“?
😳
Menschen mit Bezug zur Wissenschaft. Forschung und Lehre.
Wissensangestellte nannte man früher Flurfunk. 🙂