App Store: Umsätze und Verkäufe von 1,3 Billionen US-Dollar in 2024

Für mehr als 90 Prozent der Umsätze waren keine Provisionen fällig

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Apple hat bekanntgegeben, dass der hauseigene App Store im vergangenen Jahr Umsätze und Verkäufe in Höhe von 1,3 Billionen UD-Dollar zu verzeichnen hatte. Das zeigt eine neue Studie von Professor Andrey Fradkin von der Questrom School of Business der Boston University und Dr. Jessica Burley von der Analysis Group. Für mehr als 90 Prozent der durch das App Store-Ökosystem generierten Umsätze und Verkäufe mussten Entwickler und Entwicklerinnen keine Provisionen an Apple zahlen.

Die neue Studie von Professor Fradkin und Dr. Burley zeigt, dass es mehr Möglichkeiten im App Store gibt, Apps zu monetarisieren. Die Studie ergab, dass die Umsätze und Verkäufe für digitale Güter und Services im Jahr 2024 insgesamt 131 Milliarden US-Dollar betragen haben, getrieben von Spielen, Foto- und Videobearbeitungs-Apps sowie Unternehmens-Tools. Der Umsatz aus dem Verkauf physischer Waren und Dienstleistungen überstieg eine Billion US-Dollar, getrieben durch die steigende Nachfrage bei Lebensmitteleinkäufen generell, beziehungsweise durch Online-Lieferungen oder -abholungen. Die Einnahmen aus In App-Werbung, die über Apps erzielt wurden, beliefen sich auf 150 Milliarden US-Dollar.


Seit 2019 haben sich die Ausgaben in allen drei Kategorien – digitale Güter und Services, physische Waren und Dienstleistungen sowie In App-Werbung – mehr als verdoppelt. Physische Waren und Dienstleistungen verzeichneten das stärkste Wachstum (um das 2.6-fache), insbesondere aufgrund des rasanten Anstiegs bei Lebensmitteleinkäufen generell, beziehungsweise durch Online-Lieferungen oder -abholungen. Das Wachstum bei digitalen Gütern und Services spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Spielen und die gestiegenen Ausgaben für Apps wider, die die Erstellung von Inhalten unterstützen, wie beispielsweise Foto- und Videobearbeitungs-Apps.

Regionale Wachstumstrends auf der ganzen Welt

Der App Store verzeichnet zudem weltweit durchschnittlich über 813 Millionen Besuche pro Woche. Die Studie ergab, dass insbesondere in den letzten fünf Jahren die Umsätze und Verkäufe, die durch das App Store-Ökosystem ermöglicht wurden, in den USA, China und Europa mehr als verdoppelt worden sind. Die Ausgaben für digitale Güter und Services, physische Waren und Dienstleistungen sowie In App-Werbung stiegen in diesem Zeitraum in allen Regionen.

Die Ausgaben für digitale Zahlungen, die mittlerweile alltäglich geworden sind, haben sich in den USA seit 2019 mehr als versiebenfacht. In China sind E-Commerce-Marktplätze erheblich gewachsen und die Ausgaben für Online-Lebensmittelkäufe haben sich seit 2019 mehr als verfünffacht. Die Ausgaben für Lebensmittellieferungen und -abholungen haben sich in Europa mehr als verdreifacht und damit das Wachstum in bereits beliebten Kategorien wie Einzelhandel und Reisen übertroffen. In den letzten fünf Jahren sind darüber hinaus die Ausgaben der Nutzer und Nutzerinnen für Apps zur Erstellung digitaler Inhalte stetig gestiegen: Infolgedessen sind Foto- und Videobearbeitungs-Apps wie die Kreativtools von Adobe äußerst erfolgreich.

Unterstützung bei der Entwicklung von Apps

Apple stellt für die Entwickler und Entwicklerinnen im App Store einige Tools zum Vertrieb bereit. So gibt es mehr als 40 lokale Währungen und eine Steuerabwicklung in fast 200 Regionen. Wer für den App Store Apps entwickelt, profitiert außerdem von einer Reihe von Tools und Technologien – darunter Services zur Entwicklung und zum Testen von Apps über Xcode und TestFlight, zur Überwachung der App-Performance und Benchmarks über App Analytics sowie zur Verbesserung der Performance mit Tools wie Product Page Optimization.

Zudem gibt es Online- und Präsenzprogramme, um Apps verbessern zu können, darunter „Meet with Apple“-Sessions, individuelle Termine und Labs, sowie rund um die Uhr Support per Telefon und E-Mail in neun Sprachen. Die Apple Developer Center in den USA, China, Indien und Singapur haben im letzten Jahr Zehntausende von Entwickler:innen empfangen. Die Zentren sind ganzjährig geöffnet und bieten eine Umgebung, in der man Apps mit Hilfe von mehr als 250.000 APIs verbessern kann, darunter solche aus Frameworks wie HealthKit, Metal, Core ML, MapKit und SwiftUI.

In der nächsten Woche haben Entwickler und Entwicklerinnen aus der ganzen Welt weiterhin die Möglichkeit, während der jährlichen WWDC-Entwicklerkonferenz von Apple durch Keynotes, über 100 technische Vorträge, Leitfäden und Dokumentationen auf dem Laufenden zu bleiben. Die WWDC 2025 wird wie in jedem Jahr am Montag, den 9.6., mit einer Keynote am Abend gestartet. Auch wir werden euch mit einem Liveticker und zeitnaher Berichterstattung mit Informationen versorgen.

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Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 8 Antworten

  1. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei beiden Beträgen in der Einleitung um Milliarden* handelt – nicht Billionen oder Billiarden. Das englische Billion entspricht dem deutschen Milliarde.

    1. Wenn man von USD (im Text steht aber UD Dollar) spricht kann man ruhig von der Billion sprechen nur bei der Umrechnung in EUR ist es dann Sinnvoll es mit Milliarde zu bezeichnen.

    2. Ich korrigiere nochmal: Trillionen sind auf deutsch Billionen. Billionen auf Englisch sind Milliarden. Daher stimmt alles so.

  2. Diesen Satz verstehe ich nicht:
    „ Für mehr als 90 Prozent der durch das App Store-Ökosystem generierten Umsätze und Verkäufe mussten Entwickler und Entwicklerinnen keine Provisionen an Apple zahlen.“

    We kann ich denn im AppStore Umsätze erzielen, ohne das Apple Provision dafür will?
    Selbs im „Small Developer Programm“ zieht Apple mi doch 15% ab …

    1. Unter anderem durch den Dev Account und durch extra kosten für spezielle APIs.

      Dann kaufen sich diverse Apps ja auch eine bessere Sichtbarkeit in den AppStore.

      Eventuell wird auch die Werbung in den Apps anders abgerechnet, so dass es nicht im im Nachgang mittels Provision geschieht sondern dass schon vorher entsprechende Summen gezahlt werden müssen.

      1. Nein, so kann das nicht gemeint sein:
        Kosten für den Developer Account sind ja kein Umsatz, den die Entwickler machen, sonder Umsatz den Apple macht.
        Auch für Werbung habe ich erst mal Kosten und hoffe, dass daraus Umsatz für meine Apps entsteht, aber es ist kein Umsatz für mich als Entwickler, für den ich keine Provision zahlen muss.

        Verstehe den Satz weiterhin nicht…

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